Elias Nassour
- Geflüchtet aus dem Libanon

»Ich glaube an Demokratie und Menschenrechte!«
Elias erzählt Euch seine Geschichte

Elias Nassour floh 2017 aus dem Libanon mit einem französischen Visum nach Deutschland. Er hat libanesische und syrische Eltern und lebte und studierte zuvor in Beirut, der großen und quirligen Hauptstadt des Landes.


Elias schloss sich der Demokratiebewegung im Libanon an und war Teil einer unabhängigen oppositionellen politischen Gruppe, die demonstrierten und auf die korrupte Politik von Regierung und Parteien durch Protest und der Besetzung eines Ministeriums aufmerksam machte.

»Weil ich viel Liebe habe für mein Land, für meine Heimat, meine Kultur. Und ich glaube an Demokratie und an Menschenrechte«, so formuliert es Elias. 


Elias brachte sich durch sein Engagement in Gefahr und musste seine Flucht vorbereiten. Als er schließlich in Deutschland ankam war fühlte etwas sehr Entscheidendes: »Du bist in einem sicheren Land, wo Du auf der Straße laufen kannst und es gibt keinen der schießt«. Er fühlte sich sicher – zunächst. Aber sein Asylantrag wurde abgelehnt und er wurde abgeschoben. 


Er schaffte es dennoch ein zweites Mal. Er kann nun vorläufig bleiben, auch wenn er noch keinen ganz sicheren Aufenthaltsstatus besitzt. Elias macht in Unna eine Berufsausbildung. Ein Studium der Geschichte hatte er im Libanon bereits erfolgreich beendet. Geholfen haben ihm die vielen positiven Kontakte zu Menschen in Unna: »Ich würde sagen, ich habe echtes Glück gehabt, dass ich viele gute Leute hier getroffen habe. Viele gute Leute haben mir geholfen in Unna«.


Auch wenn »Herz und Seele«, wie er sagt, immer noch im Libanon ist und bleiben wird, er würde nicht mehr dorthin zurückgehen wollen: Elias ist skeptisch: »Ich denke nicht, dass in 50 Jahren die Situation im Libanon sich ändern würde – nicht nur im Libanon, sondern im Nahen Osten«. Das macht in traurig - auch wenn er sein Leben in Deutschland aktiv und optimistisch angeht.

 

Das komplette Interview können Sie hier lesen.